Turngau Oberdonau

Historie

Der Turngau Oberdonau wurde am 10. November 1895 in Donauwörth auf Betreiben der Vereine TV Dillingen, TV Gundelfingen und TV Lauingen gegründet. Zu den Gründungsvereinen, zählten neben den oben bereits genannten Vereinen, die Turnvereine aus Donauwörth, Höchstädt, Wertingen und Monheim. Die Mitgliederzahl belief sich damals auf ca. 300 Männer (Frauen waren noch nicht zugelassen!). 1. Gauvorsitzender war Herr Immler (Maler und Zeichenlehrer aus Donauwörth).
Etwa 1910 traten die Vereine TV Oettingen, TV Pfaffenhofen, TV Nördlingen und der TV Bäumenheim dem Turngau bei.
Im Jahr 1896 fand der erste Gautag mit Wetturnen in Donauwörth statt. Dem Gau ghörten zu diesem Zeitpunkt 10 Vereine mit insgesamt 721 Mitgliedern an.
1900 nahmen die Gauvereine am schwäbisch-bayerischen Bezirksturnen in Bad Wörishofen teil. Dort konnten beachtliche Erfolge erzielt werden (z.B. im Riegenwetturnen Stufe 1: 3. Platz TV Lauingen; 6. Platz TV Gundelfingen; 18. Platz TV Bäumenheim)
Der TV Dillingen veranstaltete im Juni 1912 aus Anlaß seines 50-jährigen Bestehens das Bezirksturnfest.
Bis zum Jahr 1913 schließen sich die Vereine TV Harburg und MTV Neuburg dem Turngau an. Die Mitgliedszahl stieg bis dorthin bereits auf 1554 Personen. Erstmals wurden in Lauingen und Nördlingen Frauen aufgenommen.
Aufgrund des Krieges wurde in den Jahren 1914 bis 1918 in den meisten Gauvereinen der Turnbetrieb eingestellt.
Ab 1920 werden wieder Gauturnfeste abgehalten.
1938 nahmen trotz der propagandistisch mißbrauchten NS-Machtdemonstration Mitglieder unseres Turngaues am Deutschen Turnfest in Breslau teil.
In der Zeit des 2. Weltkrieges (1939-1945) wurde der Turnbetrieb wiederum in den meisten Vereinen eingestellt. Teilweise wurde er aber durch die Frauen aufrechterhalten. Nach dem Krieg war es zunächst schwierig, den Turnbetrieb wieder aufzunehmen. Doch es gelang dann doch ganz gut und es wurden zusätzlich eine Vielzahl von neuen Vereinen gegründet. Der Turngau Oberdonau nimmt seine Arbeit unter dem Namen Turnbezirk Nordschwaben wieder auf.
Im Jahr 1953 nehmen einige Gauvereine am Deutschen Turnfest in Hamburg teil.
Am 04.12.1955 wurde der Turnbezirk wieder in Turngau Oberdonau umbenannt.
Mehrere Gauvereine nahmen am Deutschen Turnfest im Jahr 1958 in München teil.
1961 wird aus Spenden der Landkreise Donauwörth, Nördlingen, Dillingen, Wertingen und Neuburg ein neues Gaubanner beschafft.

 Gaubanner mit dem Fahnenträger und dem ehemaligen stellv. Bezirksvorsitzenden Johannes Strasser beim Deutschen Turnfest in München

Das bereits vorhandene alte Gaubanner wurde im Krieg zusammen mit verschiedenen Vereinsfahnen von den Amerikanern beschlagnahmt und mitgenommen.
1965 führt der Turngau Oberdonau als erster Gau Bayerns die Gauliga für verschiedene Altersklassen ein.
78 Turner nahmen am Deutschen Turnfest in Berlin im Jahr 1968 teil.
Im Dezember 1983 verstarb der seit 1966 tätige 1. Vorsitzende des Turngaues Gustl Markert aus Harburg; die Nachfolge trat Dieter Thiel ebenfalls aus Harburg an. Er ist bis zum heutigen Tag 1. Vorsitzender des Turngaues Oberdonau.
Ende 1984 zählte der Turngau 10833 Mitglieder aus 46 Vereinen.
Im Jahr 1985 stieg die TG Deiningen-Nördlingen in die Regionalliga auf. Dieser TG gelang 1987 nochmals ein Aufstieg in die 2. Kunstturn-Bundesliga.
Am 8. und 9. Dezember 1995 feiert der Turngau sein 100-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlaß wurde am 8.12 ein Festakt im Rosenschloß "Schlachtegg" abgehalten. Festredner war hier Staatssekretär Bernd Kränzle. Am 9.12 wurde eine Jubiläums-Turngala in der Kreissporthalle in Gundelfingen abgehalten.
Im Jahr 1998 nahmen etliche Mitglieder des Turngaues am Deutschen Turnfest in München teil.
Am 10.12.98 scheiterte der TSV Svedex Monheim in der Qualifikation zum Aufstieg in die 1. Kunstturn-Bundesliga nur knapp.
Im Jahr 1999 wurde Ernst Eder, langjähriger Referent für Leistung im Turngau Oberdonau zum Vizepräsidenten des Bayerischen Turnverbandes gewählt. Dieter Thiel wird in den Rechtsausschuß des Verbandes gewählt. Ab Mai 1999 präsentiert sich der Turngau als einer der ersten in Bayern im Internet.
Im Jahr 2001 nehmen beim Gaukinderturnfest in Donauwörth über 800 Kinder teil. Beim Bayer. Landesturnfest in Regensburg waren 9 Vereine aus dem Turngau am Start. Am 17.11.2001 findet in Dillingen der Regionalentscheid Turnen im Verein statt. Max Wetzstein leitete diesen Wettkampf mit Bravur. In der Gauliga waren insgesamt 86 Mannschaften am Start.
Im Jahr 2002 wurden wieder diverse Lehrgänge abgehalten (Kitu-Lehrgang, Seniorenlehrgang, Kari-Lehrgang, Aktionstag,...). Diese waren durchwegs gut besucht. Beim Gaukinderturnfest in Höchsädt waren etwa 750 Teilnehmer am Start. Beim Deutschen Turnfest in Leipzig waren 10 Vereine mit etwa 100 Teilnehmern vom Turngau Oberdonau am Start. Am 11.10.02 waren die Neuwahlen im Turngau. Sowohl Dieter Thiel als auch seine Stellvertreter Gerda Jall-Struck und Rudi Kaufmann wurden wiedergewählt. An der Gauliga waren 85 Mannschaften am Start. Diese große Zahl ist laut Recherchen von Dieter Thiel im ganzen Bundesgebiet einmalig.
Auch im Jahr 2003 war die Gauliga mit insgesamt 86 teilnehmenden Mannschaften wieder ein voller Erfolg. Der Breitensport-Aktionstag im Herbst brachte mit 152 Teilnehmern einen Rekord. Der TV Gundelfingen beging sein 140-jähriges Vereinsjubiläum. Deswegen veranstalteten sie das Gaukinderturnfest (ca. 700 Teilnehmer). Der TSV Monheim stieg aufgrund des Verzichts von SC Berlin in die 1. Bundesliga auf. Erwartungsgemäß mußten sie wieder absteigen. Der KTV wurde ungeschlagen Meister in der 2. Bundesliga Süd.
Bei der Gauliga kam es im Jahr 2004 zu einer Meistbeteiligung mit insgesamt 93 Mannschaften. Das vom TSV Bäumenheim organisierte Gaukinderturnfest war mit etwa 850 Kinder sehr gut besucht. Der TSV Monheim wurde in der 2. Bundesliga Süd ungeschlagen Süd-Meister. Sie konnten im Relegationswettkampf gegen TG Leopoldshöhe den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga schaffen. Der KTV Ries wurde hinter Monheim 2. in der 2. Bundesliga Süd.
Im Jahr 2005 konnte sich der TSV Monheim in der 1. Bundesliga behaupten. Die KTV Ries wurde in der Südstaffel der 2. Bundesliga 3. und der TSV Buttenwiesen stieg sensationell in die 2. Bundesliga auf. In der Gauliga waren 92 Mannschaften am Start.
Im Jahr 2006 mußte erstmals der Breitensportaktionstag des Turngaues aufgrund mangelnder Beteiligung abgesagt werden. Im Sommer tritt der langjährige stellvertretende Gauvorsitzende Rudi Kaufmann zurück. Im November werden die neuen Übungen, die ab 2007 geturnt werden, im Turngau vorgestellt. Da die Übungen noch nicht ausgereift erscheinen, werden diese sehr umstritten aufgenommen.

Wenn Sie sich noch genauer für die Chronik unseres Turngaues interessieren, dann können Sie durch klicken auf das untenstehende Symbol eine detailliertere Ausführung als PDF-Dokument herunterladen:


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